Archiv der Kategorie: Medizin Nachrichten

Spinnen im Krankenhaus

In Australien musste ein Krankenhaus geschlossen werden, weil es von giftigen Spinnen heimgesucht wurde. Bevor das Krankenhaus wieder seinen normalen Betrieb aufnehmen kann, muss es von den Spinnen befreit werden.

Verantwortlich dafür ist das anhaltend warme Wetter. Auch im benachbarten Ort Baralaba, 320 Kilometer nordwestlich von Brisbane, kam es zur Spinnen-Invasion.

Hamburger Krankenhäuser legen Qualitätsdaten offen

Das ist vorbildlich. 24 Hamburger Krankenhäuser haben sich entschlossen, Daten zur Qualität ihrer Medizin im Internet zu veröffentlichen. Qualitätsergebnisse werden zu 10 häufigen Behandlungen offengelegt, darunter z.B. Brustkrebsoperationen oder Herzschrittmacher. Der Besucher kann vergleichen, welche Klinik die meisten Operationen / Behandlungen durchgeführt hat, sieht aber auch, wo es die meisten Komplikationen / Todesfälle gab. Die Krankenhäuser müssen sich auch an dem Bundesdurchschnitt messen lassen.

Der direkte Vergleich soll nicht nur dem Patienten bei der Wahl des Krankenhauses helfen, sondern auch Mitarbeiter der Kliniken zu besseren Leistungen motivieren. Das Ziel der Kliniken ist es durch Transparenz Vertrauen zu schaffen.

Erst seit 2005 sind Krankenhäuser verpflichtet einen Qualitätsbericht zu veröffentlichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Modell auch in anderen Regionen Deutschlands übernommen wird, ist groß.

Hier gehts zum Hamburger Krankenhausspiegel.

Gesundheitsblog: eine kleine Blogstatistik

Für alle, die es interessiert:

Diesen Gesundheitsblog gibt es seit dem 30.11.2005.
Insgesamt ist er also 877 Tage online.
In dieser Zeit habe ich „nur“ 111 Beiträge geschrieben, also 0,12 Beiträge pro Tag.
Zu den 111 Beiträgen gibt es 722 Kommentare und 432 unterschiedliche Kommentierer.
Der Beitrag mit den meisten Kommentaren ist „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ mit insgesamt 245 Kommentaren.

Der TOP Kommentierer ist „jojo“ mit insgesamt 20 Beiträgen.
10.555 Spam-Kommentare wurden in dieser Zeit abgefangen.

Stolze 114.357 Besucher haben sich diesen Blog schon angeschaut. Das sind ca. 130 Besucher am Tag.

Aber wie gesagt, nur für die, die es interessiert.. :-)

Privatpatienten bevorzugt

Keine Überraschung, aber in aller Munde, ist eine Studie, die vom Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemologie durchgeführt wurde. Privatpatienten werden von niedergelassenen Ärzten bevorzugt und kriegen viel schneller einen Behandlungstermin.

Untersucht wurden 189 niedergelassene Ärzte. Privatpatienten warteten im Schnitt 11,9 Werktage, gesetzlich versicherte 36,7 Werktage auf einen Termin.

Es gibt einige Gründe, warum das so ist:

1. Das Budget für Kassenpatienten ist limitiert. Das heißt die Vergütung für niedergelassene Ärzte orientiert sich zwar am Patienten, erreicht sie aber einen bestimmten Punkt, wird sie gekappt. Bei Privatpatienten ist das nicht so. (Zusatz: Ein HNO-Arzt muss sich pro Kassenpatient und Quartal mit ca. 20 Euro zufrieden stellen, egal wie oft der Patient zu ihm in die Praxis kommt).

2. Privatpatienten zahlen auf Rechnung. Das ist für den Arzt lukrativer, weil er das Geld meistens schneller erhält und nicht mit der Krankenkasse abrechnet. (Zusatz: Privatpatienten bringen dem Arzt ca. das 10fache)

3. Das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit (Reichtum) hat sich in unserer Gesellschaft stark verankert und wird sicher auch an einigen Ärzten nicht vorbei gehen.

Bedenken muss man aber auch, dass viele niedergelassene Ärzte den Anteil an Privatpatienten benötigen, damit sie wirtschaftlich überleben. Privatpatienten sind also nicht nur lukrativer, sondern manchmal auch notwendig, um die Existenz einer Arztpraxis zu gewährleisten.

Hypochonder

Ein Hypochonder ist ein Mensch, der Angst hat, ernsthaft krank zu sein, dabei aber objektiv gesund ist. Dabei handelt es sich um eine psychische Erkrankung.

Hypochondrie führt zu häufigen Arztbesuchen. Alltägliche körperliche Erscheinungen werden meist als Krankheitszeichen fehlgedeutet.

In Österreich hat sich ein Hypochonder in 93 Kliniken einquartieren lassen. Nach Polizeiangaben täuschte der Mann regelmäßig Verletzungen vor, um in das Krankenhaus aufgenommen zu werden. Zunächst hätte man an einen Hypochonder gedacht, aber der Mann wies sich als Betrüger aus. Er wollte nur eine Übernachtung und Essen ergattern. Er verursachte damit einen Schaden von insgesamt 100.000 €

Patientenuniversität

Die Medizinische Hochschule Hannover bietet Patienten die Möglichkeit, sich im Gesundheitssektor weiterzubilden. Das Projekt trägt den Namen Patientenuniversität. Es finden Veranstaltungen vor Ort statt.

Das Bildungsangebot der Patientenuniversität ist in drei Bereiche gegliedert:
– Gesundheitsbildung für Bürgerinnen und Bürger (Mini Med Studium)
– Systemkompetenz für Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter
– Patientenschulung für Erkrankte

Das Mini Med Studium umfasst allgemeinmedizinische Fragen, die Jedermann interessieren könnten. Das sind z.B.

– Anatomische Fragen (wo liegt das Herz?)
– Pathologische Fragen (wie entstehen Erkrankungen?)
– Informationen zu Medikamenten
– Informationen zu diagnostischen Verfahren

Der Lehrstoff wird von Professoren und erfahrenen Wissenschaftlern vermittelt und natürlich in verständlicher Sprache dargestellt.

Patientenuniversität

www.patienten-universitaet.de

Medizinische Mythen

Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser am Tag – es ist gesund. Wenn Sie im Dämmerlicht ein Buch lesen, schadet es den Augen.

Aaron Carroll hat medizinische Ratschläge unter die Lupe genommen und untersucht. Was ist wirklich dran und was können Sie getrost vergessen. Viele Ärzte glauben selbst an diese Ratschläge und geben Sie Ihren Patienten weiter.

Hier einige medizinische Mythen, die so nicht stimmen:
– Zwei Liter Wasser am Tag sind gesund
– Menschen nutzen nur 10% Ihres Gehirns
– Fingernägel und Haare wachsen nach dem Tod weiter
– Rasierte Haare wachsen schneller nach
– Lesen bei schlechter Beleuchtung schadet den Augen

Gerade der Mythos, dass zwei Liter Wasser am Tag gesund sind, hat Aaron Carroll in dieser Form widerlegen können. Diese Aussage geht auf eine Empfehlung von 1945 zurück. Ein wichtiger Aspekt wurde nicht berücksichtigt: der große Wassergehalt der Nahrung (z.B. Obst und Gemüse). Natürlich ist es trotzdem wichtig, ausreichend zu trinken.

Nachzulesen beim BMJ (British Medical Journal).