Analer Juckreiz – Pruritus ani – Tabuthema (1)

Analer Juckreiz (Pruritus ani) kommt viel häufiger vor als man denkt. Dadurch, dass es für viele Menschen ein Tabuthema ist, fällt der Gang zum Arzt schwer.

Juckreiz um den After tritt häufig in Erscheinung. Das Wohlbefinden wird durch den Drang zum Kratzen beeinträchtigt. Gerade nachts und nach Stuhlentleerungen kann der Juckreiz noch zunehmen. Kratzt man dann doch, bewirkt man genau das Gegenteil. Es entstehen kleine Wunden, die beim Heilen wieder Jucken. Man fängt wieder an zu kratzen. Ein Teufelskreis, aus dem man nicht so leicht rauskommt.

Die Ursachen, die zum analen Juckreiz führen, sind vielfältig:

– Zu starke Reinigung des Afters
Durch ausgedehnte Reinigung des Afters und die Verwendung von Seife wird die schützende Fettschicht der Haut zerstört. Dadurch verstärkt sich der anale Juckreiz

– Schwitzen und feuchter, breiiger Stuhlgang
Schwitzen und feuchter, breiiger Stuhlgang ist ein weiterer möglicher Grund für das Auftreten von analen Juckreiz

– Getränke und Speisen
Bestimmte Getränke und Speisen (z.B. Bier, Milch, koffeinhaltige Getränke, Schokolade, Nüsse, Popcorn) können den Juckreiz verstärken.

– Erkrankungen / Hämorrhoiden
Auch Hämorrhoiden und andere Erkrankungen können analen Juckreiz auslösen. Bei Kindern kommen auch Madenwürmer in Bertracht.

Was, wenn der Juckreiz plötzlich da ist?
Wichtig ist zunächst die Ursache herauszufinden. Vermeiden Sie nicht, zum Arzt zu gehen. Für Enddarmerkrankungen gibt es spezialisierte Kollegen, die Ihnen weiterhelfen können, sog. Koloproktologen. Suchen Sie z. B. einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Proktologie“ auf. Er kann Ihnen weiterhelfen.

Was sollten Sie auf jeden Fall beachten?
Tritt analer Juckreiz (Pruritus ani) auf, vermeiden Sie weitere mechanische Schäden der betroffenen Regionen: Kein Kratzen, kein ausgiebiges Reinigen und auch kein Reiben beim Abwischen mit den Toilettenpapier. Vermeiden Sie zudem Feuchtigkeit am After.

5 Gedanken zu „Analer Juckreiz – Pruritus ani – Tabuthema (1)“

  1. Die Ernährung bestimmt die Konsistenz des Stuhlgangs und sowohl zu harter als auch zu weicher Stuhlgang begünstigen Hämorrhoidalleiden und Entzündungen. Am besten ist mal wieder eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Außerdem sitzen wir zuviel! Tag für Tag verbringen wir Dauersitzungen im Büro, im Auto, vor dem Fernseher. Wir bewegen uns viel zu wenig. Zwischendurch gibt’s Fastfood, das hektisch hinuntergeschlungen wird. Und auch beim Gang zur Toilette muss es immer schnell gehen. Das alles belastet den Enddarm. Irgendwann sind Verstopfung oder Durchfall an der Tagesordnung.

    Die Folge:
    Harter Stuhl und starkes Pressen oder regelmäßig dünnflüssiger Stuhl vergrößern die Hämorrhoidalpolster und reizen den empfindlichen Analkanal. Kommt noch eine erbliche Bindegewebsschwäche hinzu, entsteht ein Hämorrhoidal-Leiden.

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