Archiv der Kategorie: Infektionskrankheiten

HIV-Test innerhalb von 15 Minuten mit dem Smartphone

Kleinen Chip mit dem Smartphone verküpfen, einen Tropfen Blut abzapfen und 15 Minuten später weiß man, ob man HIV- oder Syphillis hat. Das ist ein HIV- und Syphillis-Test, den man immer dabei hat und schnell aus der Tasche zieht. Eine interessante Vorstellung, auch wenn dein Date dich vielleicht etwas komisch anschaut, wenn du ihr plötzlich und unerwartet in den Finger stichst. Aber dafür ist es ja auch nicht gedacht –> mehr Infos gibt es hier

Welche Alternativen zu Nasensprays gibt es?

Bei einer verstopften Nase helfen Nasensprays mit sofortiger Wirkung. Allerdings treten auch Nebenwirkungen auf. Die Nase gewöhnt sich innerhalb von einer Woche an den Wirkstoff und ist dann dauerhaft verstopft. Schätzungsweise 100.000 Deutsche haben diese leidvolle Erfahrung gemacht und sind abhängig von Nasensprays. Die Sprays zerstören langfristig die Nasenschleimhaut und dürfen in ihrer Gefährlichkeit nicht unterschätzt werden.

Doch was kann man tun, wenn die Nase verstopft ist und man keines der gängigen Nasensprays benutzen möchte? Eine Reihe von Hausmitteln kann Abhilfe schaffen:

Ein ganz klassisches Heilmittel sind Dampfbäder mit Kamillen- oder Pfefferminzöl. Dafür gibt man einfach heißes Wasser in eine Schüssel und fügt ein paar Tropfen von dem ätherischen Öl hinzu. Dann ein Handtuch über den Kopf legen und einige Minuten den warmen Wasserdampf einatmen.

Nasenspülungen mit Salz kann man sich gut selbst zubereiten. Dafür holt man sich eine Nasendusche aus der Apotheke. Für die Lösung gibt man auf einen Viertelliter Wasser einen Teelöffel Koch- oder Meersalz. Durch das Spülen mit dem Salzwasser schwellen die Schleimhäute ab und das Durchatmen wird erleichtert.

Befreiend für die Nase ist auch Japanisches Minzöl. Man kann einfach einen Tropfen unter die Nase streichen. Doch Vorsicht, das Öl kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Wer allergisch reagiert, der gibt lieber ein paar Tropfen auf einen Wattebausch und schnuppert immer mal wieder daran oder legt ihn sich nachts auf das Kopfkissen.

Die Luft sollte nicht zu trocken sein. Wer keinen Luftbefeuchter hat, der stellt einfach eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung. Auch hier kann man ein paar Tropfen Eukalyptus- oder Pfefferminzöl zugeben, das befreit die Nase.

Ist der Grund für die verstopfte Nase eine Erkältung (Unterschied zwischen Erkältung und Grippe), dann ist die Leidenszeit zum Glück nur von kurzer Dauer. Eine alte Volksweisheit sagt: “Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er„. Danach kann man wieder frei durchatmen. Allerdings gibt es auch Menschen, die ohne Erkältung immer wieder unter einer verstopften Nase leiden. Hier empfiehlt sich ein Allergietest und ein Besuch beim Hals-Nasen-Ohrenarzt.

Impfung gegen Malaria

Als großer Fortschritt wurde heute in den USA auf der Malaria-Konferenz in Seattle ein Impfstoff vorgestellt, der gegen Malaria eingesetzt werden kann. Der Impfstoff ist in sieben afrikanischen Ländern erfolgreich getestet worden.

Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Nach der Impfung mit dem Malariaimpfstoff halbierte sich die Zahl der an Malaria infizierten jungen Kinder (47%). Die klinische Studie wird voraussichtlich bis 2014 fortgesetzt und die Tests auf mehr als 15.000 Kinder ausgeweitet, Säuglinge einbezogen.

Mit 47% ist die Schutz-Quote zwar nicht überragend – in der Regel werden Impfstoffe erst ab einer Schutzwirkung von 90% zugelassen -, aber wenn man bedenkt, dass jährlich ca. 1 Mio. Menschen an Malaria sterben und ca. 250 Mio. Menschen daran erkranken, sind 47% ein Anfang.

An der Stelle darf man selbstverständlich auch die Frage stellen, ob eine Malaria-Impfung auch die Ärmsten erreichen wird? Immerhin leben 90% der Erkrankten auf dem afrikanischem Kontinent.

Der Impfstoff wurde von GlaxoSmithKline entwickelt. Die Forschung begann bereits vor 25 Jahren, ursprünglich war die Impfung für das Militär vorgesehen. Mittlerweile wird die Entwicklung von der Bill and Melinda Gates Stiftung unterstützt.

Es dauert noch mindestens drei Jahre bis der Impfstoff zugelassen wird und auf dem Markt erhältlich ist.

Weitere Artikel zu Malaria auf blogmed: Malaria Risiko ermitteln

Weitere Infos über Malaria

Anale Feigwarzen – wie kriegt man sie los?

Ab und zu nehme ich mir die Zeit und informiere über Themen, über die man nicht so gerne spricht. Immerhin gehört das Thema über die Steißbeinfistel zu den populärsten Beiträgen von blogmed.

Heute geht es um ein anderes intimens Thema, anale Feigwarzen. Was sind anale Feigwarzen und warum berichte ich darüber? Kondylome gehören weltweit zu den sexuell erworbenen Krankheiten, die am weitesten verbreitet sind. Ungefähr 60% aller Menschen tragen Antikörper. Das zeigt, dass die Durchseuchung mit Kondylomen wahnsinnig hoch ist und es sehr viele Menschen betrifft.

Die Feigwarzen treten aber nicht nur anal auf. Sie können auch am Penis oder z.B. an der Vagina auftreten. Der Hauptübertragunsweg ist Sex. Aber gelegentlich kommen auch andere Übertragungswege in Frage, z.B. durch gemeinsames Baden oder durch gemeinsam genutzte Handtücher. Wenn Sie anale Feigwarzen haben, war es im Zweifel das gemeinsam genutzte Handtuch oder der Toilettenbesuch… ;)

Wie merkt man, dass man infiziert ist? Es gibt einige Menschen, die den Virus tragen, aber keine Symptome haben. In vielen Fällen verursachen die Feigwarzen Juckreiz, Nässen und leichte Blutungen. Gerade die anale Schleimhaut ist sehr empfindlich gegenüber Irritationen und reagiert schnell mit Juckreiz.

Wenn man zum Arzt geht, wird der Juckreiz häufig fehlinterpretiert. Der Arzt diagnostiziert eine Entzündung, manchmal auch Hämorrhoiden. Dementsprechend leitet er eine falsche Therapie ein. Sicherheit bekommt man nur durch eine Biopsie, also eine Entnahme und Untersuchung der Schleimhaut.

Kondome schützen vor einer Übertragung, zumindest in den meisten Fällen. Aber einen hunderprozentigen Schutz gibt es nicht.

Wie kriegt man die Dinger wieder los? Idealerweise sucht man einen Spezialisten auf. Falsche Scham ist hier fehl am Platz. Der Fachausdruck für eine Spezialisten ist Proktologe. Es gibt aber Proktologen mit einer chirurgischen Grundausbildung und Proktologen mit einer internistischen oder dermatologischen Grundausbildung. Die Wahl des Arztes könnte auch für die Therapie entscheidend sein – es gibt nämlich mehrere Therapiemöglichkeiten:

Operativ:

1. Die chirurgische Entfernung der Feigwarzen. Schnipp, schnapp und weg! Die Erfolgsrate ist gut, sie liegt bei ca. 80 bis 90%. Allerdings treten in 20% der Fälle die Feigwarzen wieder auf.

2. Entfernung mit dem Laser – die Entfernung mit dem Laser ist ähnlich erfolgreich wie die chirurgische Entfernung.

3. Ein ebenso effizientes Verfahren ist die Elektrokoagulation. Dabei werden die Feigwarzen mit Strom zerstört.

4. Die Kryotherapie (Behandlung mit Kälte) ist eine weitere Option, die aber nicht ganz so effektiv ist wie die Behandlung mit Strom.

Konservativ:

Es gibt Cremes und Lösungen, die mittlerweile eingesetzt und verschrieben werden. Dazu gehören Wartec®, Condylox® und Aldara®. Die Anwendung der Cremes hat ihre Grenzen und muss mit dem Arzt besprochen werden. Immungeschwächte Personen sollten diese Cremes nicht anwenden. Ebenso kommt es durch die Anwendungen häufig zu Nebenwirkungen, z.B. zu entzündlichen Schwellungen.

Manche Ärzte wenden lokal Trichloressigsäure an und haben damit ähnlich guten Erfolg wie mit der Kryotherapie.

Eine weitere Alternative ist der Wirkstoff Polyphenon (Epigallocatechingallat), das ist ein Extrakt, der aus den Blättern des grünen Tees gewonnen wird. Die Salbe gibt es unter dem Handelsnamen Veregen®.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Abhandlung einen kleinen Wegweiser für die Behandlung dieser Erkrankungen geben.

FSME im Frühling wieder aktiv

Die Frühsommer-Meningoezephalitis wird jetzt mit der ersten Wärme des Frühlings wieder aktiv. Übertragen wird die Infektionskrankheit durch Zecken, die diesen Virus beim Blutsaugen mit dem Speichel in den Organismus des Menschen weiterleiten. Eine 100%ige  Prävention gibt es zwar nicht, aber mit einer Impfung lässt sich diese Erkrankung gut in Schach halten. Diese Impfung sollte man übrigens am besten in der kalten Jahreszeit durchführen lassen.

Da sich die Zecken nicht von den Bäumen fallen lassen, sondern in Gräsern und Büschen auf ihre Opfer warten, sollte man nach dem Spazierengehen besonders die Kniekehlen, Achselhöhlen und den Nacken nach den Blutsaugern absuchen. Mit Glück findet man sie noch auf ihrem Weg zum “Futterplatz„, was manchmal Stunden oder Tage dauern kann (sind nicht die schnellsten Insekten) und einem Gelegenheit gibt sie vor dem Biss abzusammeln.

Alte Hausmittel, wie Öl oder Klebstoff, sollte man lieber nicht einsetzen, weil sie der Zecke die Luft zum Atmen nehmen und sie in ihrem Kampf ums Überleben noch mehr Speichel und Viren absondert. Zeckenkarten helfen nach einem Biss die Zecke samt Kopf zu entfernen.

Wer sich unsicher ist, sollte zum Arzt gehen, auch wenn sich um die Bissstelle eine Rötung zeigt. Dasselbe gilt, wenn sich die Symptome der FSME zeigen: Anfangs ähneln diese einer Erkältung, die nach zwei bis zwanzig Tagen wieder weg sind. Kommt dann ein zweiter Schub mit hohem Fieber, Bewusstseinsstörungen, starken Kopf- und Nackenschmerzen oder auch Lähmungen und Erbrechen, kann man fast sicher sein, dass die Zecke den Virus übertragen hat.

Richtig behandeln lässt sich die FSME nicht, aber die Symptome lindern und in der Regel erholt man sich wieder von der Virus-Attacke, wenn auch manchmal erst nach einigen Monaten.

Flöhe lösen mitunter lebensbedrohliche Krankheiten aus

Der Frühling zeigt sich mit warmen Sonnenstrahlen und nicht nur die Menschen werden aktiver, sondern vor allem auch die Tierwelt. Als besonders aktiv zeigen sich nicht nur die Zecken, denn die scheinbar harmlosen Flöhe werden ebenso wach und treiben ihr Unwesen. Viele Menschen ahnen nicht einmal, dass diesen winzigen und springenden Tierchen möglicherweise Überträger von lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie etwa Fleckfieber oder Hirnhautentzündung sein können. Damit man das Risiko einer Ansteckung etwas eingrenzen kann, sollte man besonders wildlebende Tauben weder füttern noch auf der Fensterbank der Wohnung oder des Büros dulden. Da sich auf den Tauben zumeist Bakterien, Parasiten oder auch Pilze befinden, fühlen sich die Flöhe auf ihnen mehr als wohl. Sollten sich dann doch Flöhe in die Wohnung eingeschlichen haben, sollte man nicht nur die Teppiche mehrmals gründlich absaugen, sondern auch sämtliche Decken, Bettwäsche, Kleidung und Stofftiere so heiß wie möglich in der Waschmaschine waschen. Halten sich Hunde oder Katzen in der Wohnung auf, dann empfiehlt es sich diese mit einem Anti-Flohmittel zu behandeln.