Apfelunverträglichkeit nimmt zu

In den letzten Jahren nimmt die Zahl der Menschen, die sich über eine Apfelunverträglichkeit beschweren, zu. Das ist nur eine subjektive Einschätzung, die sich auf einige Gespräche stützt.

Nach dem Genuss von Äpfeln klagen viele über Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Vereinzelt treten auch Übelkeit, Schwindel, Hitzewallungen, Schwitzen und Kopfschmerzen auf. Wer solche Symptome aufweist, denkt in erster Linie an eine Apfelallergie oder Apfelunverträglichkeit. An einer Fruktoseintoleranz denken die Wenigsten.

Im Fachjargon spricht man auch von der Fruktosemalabsorption. Was genau ist das? Bei der Fruktoseintoleranz vertragen die Betroffenen Fruktose in größeren Mengen nicht. Ungefähr die Hälfte aller Erwachsenen vertragen am Tag nicht mehr als 25 g Fruktose.

Äpfel enthalten verhältnismäßig viel Fruktose. Ein halber Apfel mit ca. 100 g Gewicht enthält 5,7 g Fruktose. 100 g Banane dagegen „nur“ 3,4 g.

Werden mehrere Äpfel am Tag verspeist – bekanntlich ist das ja gesund – dann summiert sich der Verzehr der Fruktose und übersteigt den Wert, der vertragen wird.

Grund für Unverträglichkeit ist ein Mangel an Transportproteins GLUT-5. Durch diesen Mangel gelangt Fruktose vermehrt in den Dickdarm (Colon). Dort wird die Fruktose von der Bakterienflora zu Wasserstoff, Kohlendioxid, Methan und kurzkettigen Fettsäuren umgewandelt. Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall sind die Folgen.

Die Therapie ist simpel und doch kompliziert. Man sollte auf fruktosehaltige Produkte verzichten oder möglichst wenig davon essen. Leichter gesagt als getan. Viele Produkte, auch viele Fertigprodukte enthalten Fruktose. Z.B. Frisch- und Trockenobst, Säfte, Honig, Haselnüsse, Möhren und rote Beete. Ganz auf Obst muss man aber nicht verzichten. Meistens werden kleine Mengen gut vertragen, insbesondere als Nachspeise nach einer Mahlzeit.

Fazit: Wer eine Apfelunverträglichkeit hat, sollte an einer Fruktoseintoleranz denken.

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