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Diät: Weight Watchers (3)

Weight Watchers ist sicher eine der bekanntesten Diäten. Lebensmittel erhalten bei Weight Watchers einen definierten Punktwert. Dieser wird aus den Kalorien und dem Fettgehalt berechnet. Viele Gemüse- und Obstsorten sind punktfrei.

Interessenten treffen sich jede Woche mit einer Weight Watchers Gruppe. Im Rahmen dieser Treffen wird der Erfolg kontrolliert und die „Abnahmeziele“ festgelegt.

Jeder Teilnehmer erhält einen Tagespunktzahl, der vom Alter, von der Körpergröße, vom Gewicht und der beruflichen Beschäftigung abhängt. Anhand der Tagespunktzahl kann er seine Ernährung selbst festlegen. Durch die Punktwerte der Lebensmittel wird aber gleichzeitig eine Ernährungsumstellung gefördert. Gesunde Lebensmittel haben niedrige Punktwerte, fettige „ungesunde“ Lebensmittel haben einen hohen Punktwert. Zudem werden sportliche Aktivitäten mit Bonuspunkten gefördert. Der Teilnehmer wird angehalten fünfmal täglich Obst und Gemüse zu essen und viel zu trinken.

Vorteile:
Prinzipiell ist das Konzept gut.
– Es ermöglicht eine Umstellung der Ernährung, die dadurch auch einen langfristigen Effekt hat.
– Die Gruppendynamik fördert die Disziplin der Teilnehmer.
– Man darf alles in Maßen essen und muss prinzipiell auf nichts verzichten.

Nachteile:
– Für den Teilnehmer ist es schwierig, den Punktwert exakt zu bestimmen.
– Ohne die Gruppendynamik ist es schwierig die Ziele zu erreichen.
– Die Gruppentreffen sind kostenpflichtig.

Schnelltest für Erkältungsviren

Die US-amerikanisch Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat einen Schnelltest der Firma Luminex zur Erkennung von Erkältungsviren zugelassen. Der „xTAG Respiratory Viral Panel” ist der erste Test dieser Art, der Marktreife erlangt hat.

Durch einen Rachenabstrich lassen sich sowohl „echte“ Grippeviren (Influenza) als auch klassische Erklältungsviren (Adenoviren, RS-Viren) nachweisen.

Für die Klinik hat der Test keine Bedeutung, weil gegen die meisten Viruserkrankungen der Atemwege Medikamente fehlen, die eingesetzt werden könnten.

Übergewicht in Deutschland

Stadtmenschen sind schlanker als Menschen, die auf dem Land leben. Forscher fanden auch ein deutliches Gefälle zwischen Ost und West.

Das Stuttgarter Institut für rationelle Psychologie hat in einer bundesweiten Studie Männer und Frauen untersucht. Insgesamt wurden 19786 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren untersucht.

Stadtstaaten (Bremen, Hamburg, Berlin) gehören zu den Bundesländern mit den „dünnsten“ Menschen. Der Osten ist „dicker“ als der Westen. Die Männer und Frauen mit dem meisten Übergewicht findet man in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Fragt sich nur, ob das Übergewicht auch mit der Lebenserwartung korreliert? Oder ob andere Faktoren eine entscheidendere Rolle spielen…

Bio-Limonade im Test

Öko-Test“ hat Bio-Limonaden getestet. Mehr als die Hälfte der Getränke bekamen die Note „sehr gut“ oder „gut“.

Die bekannteste Bio-Limonade ist die Bionade, die im Test nur mit „befriedigend“ abschnitt. Grund war ein zu hoher Nickel-Gehalt der Bionade-Sorte „Ingwer Orange“, der bei einigen Menschen allergisch sein kann. Dafür gab es auch einen Pluspunkt. Die Bionade ist die Bio-Limonade mit dem geringsten Zuckergehalt.

Die Bio-Limonade stellen eine gute Alternative zu den anderen Erfrischungsgetränken dar. Sie eignen sich aber nicht als Durstlöscher. Dafür sollten weiterhin hauptsächlich Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen dienen.

Norovirus – Erbrechen und Durchfall

10.519 Norovirus-Infektionen wurden in der 49. Kalenderwoche (Anfang Dezember) gemeldet. Das ist – laut Robert-Koch-Institut- Rekordstand seit Einführung der Meldepflicht 2001.

Die meisten haben noch nie was vom Norovirus gehört. Noroviren kommen weltweit vor und lösen Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen aus. Besonders häufig betroffen sind Kinder unter 5 Jahren und Personen über 70 Jahre. Deshalb tritt der Norovirus nicht selten in Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheimen auf.

Infektionen können das ganze Jahr auftreten, haben aber in den Wintermonaten ihren Höhepunkt.

Der Norovirus ist sehr infektiös. Schon 10-100 Viruspartikel reichen für eine Infektion aus. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, z.B. durch Handkontakt von verunreinigten Flächen oder durch die Aufnahme von virushaltigen Tröpfchen.

Tückisch ist, dass Personen auch nach Besserung der Symptome für mindestens 48 Stunden noch ansteckend sind. Die Erkrankung fängt in der Regel mit sehr starkem Erbrechen und Durchfällen an. Das kann zu einem erheblichen Verlust von Flüssigkeit führen. Deshalb ist es wichtig, viel zu trinken. Betroffene fühlen sich richtig krank. Sie haben Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und sind matt.

Da es derzeit keine Impfung gibt, ist die Beachtung von Hygienemaßnahmen sehr wichtig. Im Gegensatz zu Masern oder anderen Viruserkrankungen geht man im Moment davon aus, dass der Körper keine lang anhaltende Immunität entwickelt. D. h., dass er in relativ kurzer Zeit wieder angesteckt werden kann.

Weitere Informationen über Norovirus.

Analer Juckreiz – Pruritus ani – Tabuthema (1)

Analer Juckreiz (Pruritus ani) kommt viel häufiger vor als man denkt. Dadurch, dass es für viele Menschen ein Tabuthema ist, fällt der Gang zum Arzt schwer.

Juckreiz um den After tritt häufig in Erscheinung. Das Wohlbefinden wird durch den Drang zum Kratzen beeinträchtigt. Gerade nachts und nach Stuhlentleerungen kann der Juckreiz noch zunehmen. Kratzt man dann doch, bewirkt man genau das Gegenteil. Es entstehen kleine Wunden, die beim Heilen wieder Jucken. Man fängt wieder an zu kratzen. Ein Teufelskreis, aus dem man nicht so leicht rauskommt.

Die Ursachen, die zum analen Juckreiz führen, sind vielfältig:

– Zu starke Reinigung des Afters
Durch ausgedehnte Reinigung des Afters und die Verwendung von Seife wird die schützende Fettschicht der Haut zerstört. Dadurch verstärkt sich der anale Juckreiz

– Schwitzen und feuchter, breiiger Stuhlgang
Schwitzen und feuchter, breiiger Stuhlgang ist ein weiterer möglicher Grund für das Auftreten von analen Juckreiz

– Getränke und Speisen
Bestimmte Getränke und Speisen (z.B. Bier, Milch, koffeinhaltige Getränke, Schokolade, Nüsse, Popcorn) können den Juckreiz verstärken.

– Erkrankungen / Hämorrhoiden
Auch Hämorrhoiden und andere Erkrankungen können analen Juckreiz auslösen. Bei Kindern kommen auch Madenwürmer in Bertracht.

Was, wenn der Juckreiz plötzlich da ist?
Wichtig ist zunächst die Ursache herauszufinden. Vermeiden Sie nicht, zum Arzt zu gehen. Für Enddarmerkrankungen gibt es spezialisierte Kollegen, die Ihnen weiterhelfen können, sog. Koloproktologen. Suchen Sie z. B. einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Proktologie“ auf. Er kann Ihnen weiterhelfen.

Was sollten Sie auf jeden Fall beachten?
Tritt analer Juckreiz (Pruritus ani) auf, vermeiden Sie weitere mechanische Schäden der betroffenen Regionen: Kein Kratzen, kein ausgiebiges Reinigen und auch kein Reiben beim Abwischen mit den Toilettenpapier. Vermeiden Sie zudem Feuchtigkeit am After.

Gedächtnisleistung durch Düfte verbessern

Die Hirnforscher Jan Born und Björn Rasch von der Universität Lübeck haben einen interessanten Zusammenhang zwischen Lernleistung und Düfte herstellen können. In einem Versuch umnebelten sie Freiwillige mit Rosenduft und ließen diese dabei bestimmte Aufgaben erlernen. Die These: Offenbar wird das Erlebte am Tag nachts während des Tiefschlafes immer wieder aufgerufen und dadurch in das Langzeitgedächtnis überführt.

In der Nacht wurden die Versuchspersonen während der Tiefschlafphase erneut mit Rosenduft konfrontiert. Die Erinnerung an Rosenduft sollte das Gehirn dazu animieren, das Gelernte im Gehirn abzurufen. Am Tag darauf erinnerten sich die Personen wesentlich besser an das Gelernte verglichen mit Versuchsteilnehmern, die nachts dem Rosenduft nicht ausgesetzt wurden.

Durch den Einsatz von Düften können aber nur bestimmte Lernleistungen verbessert werden, unter anderem das räumliche Lernen. Möglicherweise lässt sich der Einsatz von Düften künftig als Lernhilfe in Schulen einsetzen, z. B. während des Mittagsschlafes in Ganztagschulen. Somit könnte routinemäßig die Gedächtnisleistung durch Düfte verbessert werden.

Quelle: Science, Bd. 315, S. 1426