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Meeresluft aus der Dose

Vor ca. drei Wochen hat mir die dot-friends ein Produkt (Salivent®) der Firma Schäfer Produkte GmbH zum Test angeboten. Salivent® ist ein Aerosol Inhalator, der Meeresluft nach Hause bringt. Neben dem Inhalator wird naturreines Meersalz aus dem Mittelmeer mitgliefert. Das Ziel: Meeresluft aus der Dose einatmen und die heilenden Kräfte auf sich wirken zu lassen.

salivent

Salivent® soll bei

  • Erkältungskrankheiten
  • Asthma, Bronchitis
  • Allergien gegen Hausstaub und Pollen
  • hohe Schmutz- und Staubbelastung und bei
  • vermehrte Schleim- und Krustenbildung in der Nase

helfen.

Salivent® kostet im Moment 95,– €, ein 50er Päckchen naturreines Meersalz bekommt man für 30,– €. Für das erste Jahr kommen Kosten von 314,– € auf den Verbraucher zu. Das ist eine Größenordnung bei der man sich fragen darf, ob Salivent® das halten kann, was es verspricht.

Der Praxistest: Da zwei Atemmasken und zwei Schwämme mitgeliefert werden, kann das Produkt prinzipiell auch von zwei Verbrauchern genutzt werden. Deshalb habe ich es zunächst mal getestet und anschließend an eine Freundin, die an einer Pollen-Allergie leidet, weitergegeben.

Die Anwendung von Salivent® ist zwar einfach, aber sehr aufwändig. Zunächst müssen vor jeder Inhalationssitzung Atemmaske, Schwamm und Verschluss in kochendes Wasser desinfiziert werden. Dieser Vorgang dadurch 10 bis 15 Minuten. Im nächsten Schritt wird das Meersalz auf den Schwamm bestreut. Das ist gar nicht so leicht, weil der Schwamm nach dem Kochvorgang sehr heiß ist. Man kann natürlich auch ein paar Minuten warten. Der Schwamm wird anschließend in das Gerät reingelegt. Das Gerät muss danach für 20 Minuten an die Steckdose. Nach 20 Minuten ist das Gerät auf 38° Grad Celsius erwärmt und kann benutzt werden.

Halten wir fest: im optimalen Fall dauert es 30 Minuten bis man Salivent® anwenden kann. Das ist äußerst unpraktisch und wird viele davon abschrecken, es anzuwenden. Dazu kommt ja noch die Anwendungszeit, die laut Hersteller bis zu einer Stunde am Tag betragen kann. Wenn ich Salivent® „optimal“ anwenden will, dann muss ich 1,5 Stunden am Tag aufwenden. Für die meisten Menschen völlig unrealistisch.

Verbessert das Gerät bereits nach wenigen Anwendungen die Symptomatik, dann steigt sicher die Bereitschaft, diese Zeit dafür zu investieren.

Nach zweiwöchiger Anwendung konnte die Freundin, der ich Salivent® überlassen hatte, keine signifikante Verbesserung ihrer Symptome feststellen. Die Wirkung kann natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.

Mein Gesamturteil fällt eher negativ aus: 1. zu teuer, 2. keine Besserung der Symptomatik, 3. zu zeitaufwendig.

Prinzipiell finde ich die Idee an sich gut. Möglicherweise kann das Produkt weiter verbessert werden. So wird es vielleicht für mehr Menschen interessant.

„Für diesen Beitrag hat mich dot-friends.com angeschrieben, mit der Bitte ob ich den SALIVENT-Aerosol-Inhaltor testen möchte und über meine Erfahrungen mit dem Produkt zu schreiben. dot-friends arbeitet im Auftrag der Schäfer Produkte GmbH“.

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Hinweis: In der Zwischenzeit habe ich ein Gespräch mit Herrn Schäfer von der Firma Schäfer Produkte GmbH führen können. Er gab mir zurecht den Hinweis, dass die Kosten natürlich nur dann entstehen, wenn das Gerät ein ganzes Jahr genutzt wird. Bedarfsorientiert entstehen natürlich viel niedrigere Kosten.

Zudem kann man in der Zeit, in der man Salivent® nutzt, sich problemlos mit anderen Dingen beschäftigen (Zeitung lesen, etc). Das Abkochen des Gerätes kann selbstverständlich auch nach dem Inhalationsvorgang erfolgen, so dass die Zeit bis zur Anwendung verkürzt wird.

Das entscheidenste ist meiner Meinung nach die Wirkung. Wenn eine Wirkung eintritt, dann ist man natürlich bereit, diese Zeit zu investieren.

Mehr Geld für Ärzte

Die Kassenärzte kriegen nächstes Jahr 2,5 Milliarden Euro zusätzlich an Budget. Das bedeutet eine Erhöhung von ca. 10 Prozent.

Bei ca. 150.000 niedergelassene Kassenärzte bekommt jeder Arzt ca. 16.000 € mehr im Jahr. Allerdings ist werden die Honorare nicht gleichmäßig auf alle Ärzte verteilt. Im Gegenteil. Unter den Fachärzten sind die Verdienstmöglichkeiten äußerst unterschiedlich (siehe Artikel: was verdienen Ärzte).

Medicalblogs – eine Sammlung medizinischer Blogs

Eine Sammlung medizinischer Blogs bietet www.medicalblogs.de. Hier werden in Kurzform die neusten Nachrichten medizinischer Blogs vorgestellt. Sinn und Zweck der Seite ist mir nicht wirklich klar. Prinzipiell kann heutzutage jeder mit Netvibes & Co. seine eigene Lieblingssammlung zusammenstellen. Aber natürlich schadet diese Sammlung auch nicht, weil man über diesen Weg ein paar neue spannende Blogs entdeckt…

Retinoblastom durchs Internet erkannt

Einer Internetbekanntschaft hat es die kleine Rowan Santos zu verdanken, dass bei ihr frühzeitig ein Retinoblastom (ein bösartiger Augentumor) entdeckt wurde. Anlässlich des ersten Geburtstags der kleinen Rowan verschickte ihre Mutter Schnappschüsse von der kleinen Rowan an Freunde und Bekannte. Darunter auch an eine britische Internetfreundin, die sie in einem Online-Forum für Schwangere kennengelernt hatte. Sie rat der Mutter von Rowan zu einem Arztbesucht, weil sie auf dem Foto (Link zum Foto), das die Mutter verschickt hatte, einen Schatten im Auge der kleinen Rowan entdeckte.

Durch die rechtzeitige Diagnose konnte das Retinoblastom in einem frühen Stadium entfernt werden.

Grausamer Trend: Augapfel-Tattoos

Na ja, man hat ja schon einges gesehen und sich damit angefreundet: Menschen, die von oben bis unten tätowiert sind. Menschen, die von oben bis unten gepierct sind. Aber das ist nichts gegen den neusten Trend in den USA: Augapfel-Tattoos.

Dabei wird zwischen Bindhaut und Lederhaut Farbe injiziert. Mediziner warnen vor diesen Tattoos. Es kann zu Entzündungen, Blutungen, Fremdkörperreaktionen und Allergien kommen. Auch ist mir kein Verfahren bekannt, mit dem man sein Tattoo wieder weg kriegt, wenn man es bereut hat.

Auf Youtube gibt es ein paar Videos, aber es ist nichts für schwache Nerven!

Weltweit erste Web2.0 Community für Alternativmedizin

Das „Alternative Health Journal“ gab die Einführung der weltweit ersten Gesundheitscommunity für Alternative Medizin mit Web 2.0 Funktionalitäten bekannt. Damit sieht sich das Projekt in unmittelbarer Konkurrenz zum bekanntesten us-amerikanischen Gesundheitsportal WebMD. Sicher werden einige Jahre vergehen bis das Portal tatsächlich ein ernstzunehmender Konkurrent für WebMD wird. Abgesehen davon sind die inhaltlichen Übereinstimmung doch eher niedrig. WebMD konzentriert sich auf die Schulmedizin.

Interessant finde ich allerdings den Ansatz, speziell eine Community zum Thema „Alternative Medizin / bzw. Alternative Behandlungen“ aufzubauen. Ich denke, dass hier ein sehr großes Potenzial schlummert. Das Portal spricht zwei Zielgruppen an: Menschen, die sanfte Alternativen zu schulmedizinischen Verfahren suchen und natürlich die, die durch schulmedizinische Behandlungen nicht ausreichend behandelt werden können.

Nach Anmedlung kann man eigene Artikel und Videos veröffentlichen, alternative Behandlungsmethoden bewerten und das Forum nutzen. Später soll eine Anbindung an größere Social Communities wie Facebook erfolgen. Am Anfang überzeugt das Angebot noch nicht. Nach der Registrierung animiert es nicht dazu, mitzumachen. Im Gegenteil, man erkennt auf den ersten Blick nicht den Mehrwert der Registierung. Die Usability überzeugt mich nicht, auch wenn der Ansatz insgesamt spannend ist.